3 Jahre justdisabled + Wheelies Jahresrückblick 2018

3 Jahre justdisabled + Wheelies Jahresrückblick 2018

Dieses Mal wird der Jahresrückblick etwas anders gestaltet – er wird mit dem „Geburtstagsbeitrag“ zusammengewürfelt. 😄 Ich hoffe, es gefällt euch! 🙂

2018 war für justdisabled das 3. Blogjahr. Als ich am 26.12.2015 zu bloggen begann, dachte ich niemals daran, dass ich es so lange mit dem Blog durchziehen würde. Doch mit der Zeit wurde dieser Blog mehr als nur ein Blog für mich – er wurde für mich zu einem Sprachrohr und zu einer Verknüpfungsmöglichkeit.

Mittlerweile folgen mir 1.015 Menschen auf den Accounts von justdisabled – darunter 586 Twitter-Menschis, die einfach wunderbar sind. ❤ #twitterliebe

23.212 Aufrufe und 9.768 Besucher gab es seit dem Start, seit 2017 sind die Zahlen rückläufig. Dennoch sind die Zahlen höher, als ich es mir je erträumt hätte.

Aber, ihr Lieben: Es kommt mir gar nicht darauf an, wie viele Menschen hier lesen – es kommt mir darauf an, dass euch, die Leute, die hier lesen, meine Texte gefallen – selbst, wenn ich in der letzten Zeit eher weniger gebloggt habe (Ich gelobe Besserung!). Danke an euch! 😊❤

Nun zum Jahresrückblick!

2018 war ein spannendes, aber auch sehr turbulentes Jahr, welches ich nun versuchen werde, zusammenzufassen. 😄

Fangen wir mit dem Januar an. Da gab es nicht viel: Ich schrieb einen Blogbeitrag über grips gewinnt, war beim TINCON-Programmworkshop und hatte das Gespräch mit der Schulleitung des Gymnasiums – inklusive Führung durch das Gebäude – und man kann sagen: Ich habe mich direkt in diese Schule verliebt – also folgte direkt der Antrag auf Beschulung…

Im Februar wurde ich interviewt. (Wofür, dazu komme ich gleich. 🙂) Kurz darauf fand auch das Fotoshooting für das Interview statt und einen Tag später wurde ich 17 Jahre alt. 🎉 Das 1. Halbjahr des letzten Schuljahres an der Förderschule war zudem auch abgeschlossen und mein Antrag auf Beschulung am Gymnasium wurde vorläufig (bzw. unter Vorbehalt einer Mittleren Reife von 3,0 – nichts leichter als das 😜 #Streberin) bewilligt. 🎉🎉🎉 Gebloggt habe ich allerdings leider nicht. 🙁

Im März schrieb ich einen – nicht ganz ernst gemeinten – Brief an meine Schreibblockade und gab die erste Etappe meines Mittlere-Reife-Abschlusses ab: Meine Biologie-Facharbeit über Magersucht, in der viel Herzblut steckte und welche auch der Grund für die Pause im Februar war.

Der April wurde anstrengender und turbulenter als gedacht. Nach einem Wochenende in einem Schülerlabor, meinte mein Blutdruck am darauffolgenden Montag, mich vollkommen aus der Bahn werfen zu müssen: Ich saß in der Schule, während sich mein Blutdruck soweit nach oben schaukelte, dass ich letztendlich kaltschweißig, kalkweiß, mit Ohrensausen, Schwindel, Übelkeit und kurzzeitigem Bewusstseinsverlust sowie einem Blutdruck von 173/80 (!) im Leseraum der Schule lag und nach Hause musste. Es folgten Untersuchungen, deren Ergebnisse die Diagnose Bluthochdruck an den Tag brachten – anstatt eines stressbedingten Kreislaufzusammenbruchs, den ich dahinter vermutete. Doch das hielt mich nicht davon ab, meine Vorprüfungen zu stemmen – frei nach dem Motto: „Unkraut vergeht nicht“. 😄 Zum Bloggen bin ich allerdings – wie im Februar nicht gekommen.

Im Mai ging es dann mit voller Kraft voraus: Die Mittlere Reife-Prüfungen standen an, das Kapitel „Förderschule“ schloss sich allmählich und die Mathe-Prüfung brachte mich an den Rand der Panik. Aber nicht nur Prüfungen waren in diesem Monat Thema: Das Interview vom Februar erschien in „Aufbrüche – Das Bildungsmagazin“ der Joachim Herz Stiftung und ich hielt meinen ersten Blog-Workshop beim Netzfest in Berlin. 😊

Der letzte Schultag und die letzten Prüfungen an der alten Schule fanden im Juni statt. Danach brachte ich justdisabled nach Umbauarbeiten wieder ins Netz, stürzte mich ins Drehbuch lesen für „Adamstown“, war bei der TINCON Berlin und habe zudem etwas Politik-Luft geschnuppert – als Delegierte auf der Landeskonferenz der Jusos M-V, was sehr interessant war. 🙂

Im Juli war es dann endlich soweit: Ich habe meine Mittlere Reife mit 1,6 abgeschlossen – und damit konnte ich auch die Förderschule nach 11 Jahren hinter mir lassen. 🎉 In den Sommerferien standen dann die Dreharbeiten für „Adamstown“ an. Viele tolle Menschen haben für dieses Projekt gearbeitet – und ich bin stolz, ein Teil davon zu sein. ❤ Doch nicht alles war toll: Ich hatte nach einem Termin bei der Lieblingsärztin Neuigkeiten an der OP-Front zu vermelden – und damit ein neues Projekt für den Sommer 2019. Der dazugehörige Blogbeitrag erschien im August.

Dieser besagte Monat August brachte auch neue Herausforderungen mit sich: Der Start am Gymnasium stand an, der ziemlich gut verlief. 😊

Doch bereits im September nahm ich mir eine kleine Auszeit von der Schule und reiste auf Einladung des Deutschen Multimediapreis mb21 für den internationalen Collective Smart TV-Workshop nach Linz. Auf dem Rückweg fand ich auf Facebook ein Zitat, welches in einem Blogbeitrag verarbeitet wurde.

Im Oktober hatte mich die Schule aber schon wieder und mich packte die Panik vor der ersten Mathe-Klausur. In den folgenden Ferien reiste ich für einen Kurzurlaub mit meinem besten Freund nach Berlin und Hamburg, um „Ghost“ und einen Poetry Slam zu sehen. 😊 (Und sagen wir mal so: Seitdem bin ich mit dem Poetry Slam-Virus infiziert…😅)

Im November und Dezember bloggte ich aufgrund einer miesen Schreibblockade nicht. Doch wie bereits am Anfang gesagt: Ich gelobe Besserung! 😊

Ich hoffe, ihr nehmt mir nicht übel, dass dieser Jahresrückblick erst am 2. Januar erscheint – er wurde leider nicht früher fertig. 😅 Doch keine Sorge: Mehr Pünktlichkeit ist einer meiner Neujahrsvorsätze. 😄

Ich wünsche euch ein wunderbares Jahr 2019, hoffe, dass ihr gut reingekommen seid und sage bis bald! 🙂

Wheelie

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„Aaaaahhh!“ oder auch: Wie überlebe ich Mathe und Chemie?!

„Aaaaahhh!“ oder auch: Wie überlebe ich Mathe und Chemie?!

Ich könnte derzeit schreiend im Kreis rennen. Morgen steht die 1. Mathe-Klausur an und ich weiß absolut NICHTS über das Thema „Parameter der Sinusfunktion“. Trotz Hilfe, trotz Lernvideos, trotz Übungen. Super.

Mein durch den Lehrer gestecktes Klausurenziel ist 4. Aber selbst das werde ich wahrscheinlich nicht schaffen, dafür weiß ich zu wenig über die Auswirkungen von a, b, c und d auf die Sinuskurve. Am besten, man wirft mir in der Aufgabe auch noch alles zusammen und – schwupps – erlebt man einen Nervenzusammenbruch Wheelies. Live und in Farbe.

Aber nicht nur Mathe bereitet mir Kopfschmerzen – auch in Chemie geht es derzeit den Bach runter. Bevor ich ans Gymnasium kam, habe ich noch nie Chemisches Rechnen durchgeführt oder gar gesehen, wie es funktionieren könnte. Als ich von Mol hörte, fragte ich mich kurz, ob man das essen kann.

Antwort: Nein, dafür ist es aber eine Einheit, mit der meine Mitschüler*innen seit der 8. Klasse scheinbar mühelos umgehen. Ich aber nicht. Zudem beharrt meine Chemielehrerin auf Beherrschung des Höllengebietes der Chemie, wertet es in Tests sehr hoch – und so kassierte ich eine 5 im 1. Test. Am Donnerstag schreiben wir wieder einen – natürlich nicht ohne Rechenaufgabe (Wer bringt mich davon ab, am Donnerstag durch’s Fenster aus dem Chemieraum im 3. Stock zu springen?). Ich habe mir jetzt „Chemie für Dummies“ gekauft, vielleicht bringt das ja was…

Aber sonst geht es eigentlich recht gut voran. Ich konnte meine Noten in fast allen Fächern konstant halten – natürlich außer in Chemie und Mathe – und habe mich schon gut eingefunden. Von daher: Es kann nur noch besser werden.

Wheelie

Wenn Facebook Zitate ausspuckt…

Wenn Facebook Zitate ausspuckt…

Ich sitze im Zug. Eigentlich wäre ich jetzt schon in Nürnberg, allerdings wurden wir umgeleitet und so haben wir eine Verspätung. Wie so üblich bei der Deutschen Bahn. Ich weiß nicht, wie viele Minuten wir anhäufen werden (Es waren 50 Minuten…), aber es scheint schon viel zu werden, sonst würden meine Mitreisenden nicht so unruhig werden. (Ich habe nicht auf die Ansagen geachtet…😅)

Aber das ist nicht der Grund, weshalb ich nun schreibe. Der Grund ist Facebook.

Facebook fragte mich gerade, ob ich meine Profilinfo aktualisieren will. Ich willigte ein, schließlich hatte ich noch WLAN übrig und so aktualisierte ich munter meine Daten. Danach scrollte ich mich durch meine Info und stolperte über eins meiner Lieblingszitate. Es ist aber nicht irgendein Zitat, sondern ein Zitat von der Lieblingsärztin:

Wenn jemand mal nicht an dich glaubt, denk‘ einfach: „Na warte!“ Der Tag wird kommen, an dem sich derjenige umschauen wird!

Nun ist dieses Zitat aus dem Jahr 2015 aktueller denn je. Ich habe einen Platz an einem Gymnasium, komme dort super zurecht – etwas, wofür ich seit Jahren gegen viele Widerstände gekämpft habe.

Auf „Du schaffst es nicht!“ antwortete ich meist innerlich: „Und ob ich das schaffe! Ihr werdet noch sehen!“ Und nun habe ich etwas geschafft, was mir von Vielen nicht zugetraut wurde. Es ist nur ein kleiner Schritt, zu meinem Traum, Ärztin zu werden. Aber ich weiß, dass ich es schaffen kann und werde – und das Zitat gibt mir dafür wieder mehr Kraft.

Ich will, dass dieses Zitat wahr wird und sich die, die mich immer unterschätzt haben, irgendwann umdrehen und ihre Fehleinschätzung einsehen. Das ist einer meiner sehnlichsten Wünsche – und dafür lohnt es sich, zu kämpfen!

Mit voller Kraft voraus!

Wheelie

Neues an der OP-Front…

Neues an der OP-Front…

Auf Twitter hatte ich es schon geschrieben, weil ich es loswerden musste, nun schreibe ich es auch hier: Ich werde wieder operiert.

Ich dachte vor zwei Jahren, nach der Metallentfernung, dass die seit 2007 – mit Unterbrechungen – andauernde, 6 Operationen umfassende, OP-Liste endlich mit Siegel verschlossen wäre. Aber da lag ich falsch.

Denn vor ungefähr einer Woche war ich bei der Lieblingsärztin – das erste Mal in der neuen Klinik und ja, ich war irgendwie aufgeregter als sonst, was an der neuen Umgebung lag, aber das war recht schnell überwunden, als ich im Untersuchungsraum saß. Nach einer kleinen Unterhaltung – unter anderem über das Filmprojekt Adamstown, zu dessen Premiere sie vielleicht kommt 😊 – konnte ich mein Gangbild vorführen und für die Lieblingsärztin schien zunächst alles in Ordnung zu sein.

Bis ich dann auf der Liege lag und meine Beine Beweglichkeit beweisen sollten. Knie- und Hüftstreckung und -beugung perfekt, die Kraft der Beine: sehr gut, Innen- und Außenrotation rechts ebenso okay – aber links nicht. Es ist das altbekannte Problem der zu starken Innenrotation – aber es hat sich verschlimmert, was ich bereits ahnte und dann in der Untersuchung bestätigt bekam, als sich das linke Bein zwar komplett nach innen drehen ließ, jedoch kaum nach außen. Juchee! Nicht.

Auch die folgende Röntgenuntersuchung der Hüfte machte die Problematik (nach einer Recherche mit Google – weil man das Kind im Arztbrief nicht beim Namen nannte und ich, wie immer, wissen wollte, ob es dafür einen Begriff gibt – weiß ich, dass man das Mistding dem Befund nach „Coxa antetorta“ nennen kann) deutlich, was mir die Lieblingsärztin bei der Begutachtung der Röntgenaufnahmen direkt zeigte – mit dem Hinweis, dass man das (mit einer Derotationsosteotomie des linken (proximalen) Femur*, kenn‘ ich schon, wäre das dritte Mal, sorry für das Medizin-Bla-Bla 😅) korrigieren könne, aber nur, wenn mir bewusst ist, dass es nie so gut werden würde, wie auf der rechten Seite – die Entscheidung läge ganz bei mir und aufgrund meines Leidensdrucks (ja, man kann es schon so nennen) würde sie auch operieren, wenn es mein Wunsch wäre. Trotz der Aussage spürte ich ihr Zögern und einen kleinen Widerwillen, da für sie das Kapitel „Operationen“ wahrscheinlich genauso geschlossen war, wie bei mir – bis vor Kurzem.

Auch wenn es komisch klingt, irgendwas in mir rechnete damit, seit ich bemerkte, dass ich nicht mehr gegen mein Bein ankomme.

Deshalb war es kein großer Schock – und doch traf es mich leicht. Klar, es ist ja – trotz aller Erwartungen – nicht so cool, zu wissen, dass man vor der Entscheidung steht, ob man sich operieren lässt oder das Ganze so lässt, wie es ist.

Ich entschied mich dafür. Einfach, weil ich nach dem Motto gehe: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Ich weiß, dass es nicht so gut wird, wie das rechte Bein – aber ich möchte nichts unversucht lassen, um wenigstens etwas Besserung zu sehen.

Den OP-Zeitpunkt konnte ich übrigens auch selbst setzen, es hätte in 2-3 Jahren sein können, ich wiederum sagte, dass das mein Projekt für den nächsten Sommer wird (nach der Aussage hält mich die Lieblingsärztin sicher für leicht bescheuert) – und beendete damit jegliche Planungen meines persönlichen Konzert- und Festivalsommers 2019, der nun noch ein Jahr in der Warteschleife hängt. Na ja, so spare ich mir aber auch das Geld für die Tickets. 😅

Dafür gibt es 6-8 Wochen All-inclusive-Urlaub – bezahlt durch meine Krankenkasse. Und da kann ich bei Gelegenheit meiner Lieblingsbeschäftigung nachgehen: Vorlaute Medizinstudent*innen und Assistenzärzt*innen, die meinen, dass Patient*innen nichts über ihre Erkrankung wissen, durch geballtes Wissen mundtot machen! 😊😉

Aber bis es soweit ist, heißt es: Schulbank drücken! Am 20. August geht’s endlich am Gymnasium los – ich freue mich auf das neue Abenteuer! 😊

Wheelie

*Übersetzung Medizinisch -> Deutsch: Der Oberschenkelknochen (lateinisch: Femur) wird in Hüftgelenksnähe – also proximal, in Richtung Körpermitte – durchtrennt, gedreht (im Fachchinesisch: derotiert) und mit Titanplatten wieder zusammengeschraubt. Easy. Nicht. 😅

———————

P.S.: Ich hatte der Lieblingsärztin übrigens erneut verkündet, dass ich Medizin studieren möchte, als sie nach meinem Studienwunsch fragte – und sie fand es gar nicht mehr so schlimm, weil sie gemerkt hat, dass es das ist, was ich schon immer wollte und: „Wer mit 3 Jahren die Inhaltsstoffe der Desinfektion vorlesen kann, kann das auch!“

Außerdem erzählte ich ihr, in welche Richtung ich will – damit sie nach meiner Fachwunscherklärung antwortete: „Das ändert sich definitiv noch im Studium!“ und „Aber bevor du über sowas nachdenkst, mach‘ erstmal ein gutes Abitur! 😄😉“

Und ich kann nur sagen: Ist bald in Arbeit! 😊

I’m back – justdisabled ist wieder online!

I’m back – justdisabled ist wieder online!

Nach den kleinen Umbauarbeiten aufgrund der DSGVO, ist justdisabled wieder zurück im Netz!

Viel getan hat sich nichts, bis auf eine neu dazugekommene kleine, schnucklige, ein halbes Buch füllende, Datenschutzerklärung ist alles beim Alten geblieben. Die hat mich beinahe in den Wahnsinn getrieben: Zwischen Prüfungen und allem Quatsch drumherum, hatte ich Panik, justdisabled dichtmachen zu müssen, um den Strafen, die dank der neuen DSGVO aufgetaucht sind, entgehen zu können, da nichts, aber auch gar nichts, DSGVO-konform war. Der Ingoporter und ich brüteten etwas länger daran, legten justdisabled vorerst auf Eis, indem wir den Blog auf „privat“ stellten und wussten nicht wirklich, wie es weitergehen sollte – bis uns Johnny Haeusler von Spreeblick beruhigte und schrieb, dass wir nur eine Datenschutzerklärung brauchen, da wir non-profit arbeiten und nichts zu befürchten haben (Danke für die Hilfe! :-)).

Deswegen ist justdisabled ab heute wieder online! Ich freue mich schon darauf, euch bald wieder mit neuen Blogbeiträgen zu bombardieren! 😀

Viele Grüße!
Eure Wheelie

Hilfe, die Mathe-Prüfung ist morgen!

Mathe gehörte nie zu meinen Lieblingsfächern. Ich hasste alles, was damit zu tun hatte und hatte dementsprechend auch gewisse Haltungen zu diesem Fach.

Bis zu diesem Schuljahr.

Ich habe gemerkt, dass das Fach doch nicht so schlimm ist, wie ich dachte und habe an bestimmten Gebieten, wie Stochastik und Zinsrechnung, Gefallen gefunden. Zudem mag ich es, mich an Text- und Rätselaufgaben auszutoben, einfach, um mein logisches Denken anzukurbeln.

Dennoch graut es mir vor der schriftlichen Matheprüfung morgen. Ich habe Prüfungsangst und die macht sich insbesondere in Mathe breit – weil ich dort so gut wie gar kein Vertrauen in meine Fähigkeiten habe. Versagensängste kommen dann noch erschwerend hinzu – und Wheelie mutiert zum psychischen Wrack. Ich zittere dann, will mich am liebsten irgendwo einsperren, wo mich niemand findet und mir wird schlecht. Alles schon bei Klassenarbeiten und der Vorprüfung erlebt.

Kurz und knapp: Ich weiß, dass das morgen wahrscheinlich passieren wird und dass ich bei der Frage, ob man gesundheitlich in der Lage ist, die Prüfung zu schreiben, am liebsten „Nein!“ schreien würde – bringt aber nichts.

Was ich also mache? Durchatmen und einfach schreiben. Meine Ängste schlucken und nach der Prüfung einen in Bereitschaft versetzten Freund anrufen, um mir die Spannung von der Seele zu sprechen. Mir bleibt nichts anderes übrig. 😅

Drückt mir die Daumen, dass morgen alles glatt geht! 🙂

Bis bald! Eure Wheelie

Ein Kapitel schließt sich

Ein Kapitel schließt sich

Morgen ist es soweit: Ich schreibe meine erste Prüfung. Die erste von den drei schriftlichen Mittlere-Reife-Prüfungen. Deutsch, um genau zu sein.

Damit wird das sich nähernde Ende der ersten Etappe, der 11 Jahre andauernden Etappe an der Förderschule, markiert. Irgendwie surreal, obwohl ich dem Ganzen schon lange entgegenfiebere.

11 Jahre sind eine lange Zeit – und egal, wie gerne ich diese Zeit auch abschließen möchte, es bleibt doch ein fader Beigeschmack. Ja, ich freue mich, endlich gehen zu dürfen, aber ich habe dort so viel Zeit verbracht, dass es mir doch etwas schwerer fällt, als ich es zugeben möchte.

Ich habe dort Freunde gefunden, meine erste Liebe erlebt und zerbrechen sehen (aber das hat wohl jede*r in der Schulzeit) und unheimlich viel gelacht. Ich habe Stärken entdeckt, Schwächen zu Stärken gemacht und mich entwickelt. Ohne diese Schule hätte ich wohlmöglich nie etwas von grips gewinnt erfahren. Ich hätte vielleicht nie ohne den tollen Chemie-Unterricht entdeckt, wie sehr ich Chemie mag. (Wenn meine Klasse das liest…die halten mich eh schon für nicht ganz dicht deswegen. :D) Ich bin stärker geworden, habe gelernt, zu kämpfen, wenn ich etwas unbedingt will.

Ich habe dort einfach sehr viel erlebt. Und das lässt sich nicht einfach löschen. Da darf man auch ein weinendes Auge haben (und es auch zugeben!).

Nun schaue ich aber der Zukunft entgegen: Ich will einen guten Abschluss machen und an der neuen Schule (meinem Wunschgymnasium!!!) einen guten Start hinlegen. Das ist nun das aller Wichtigste.

Dafür muss sich ein Kapitel schließen. Es öffnet sich danach aber ein anderes. 🙂

Wheelie