Grips gewinnt

In ein paar Stunden startet die Bewerbungsrunde für den 8. Jahrgang des Stipendienprogramms grips gewinnt.

Daher möchte ich euch nun von meinen Erfahrungen als Stipendiatin erzählen und damit einen kleinen Einblick in das Stipendium geben.

Im September 2016 wurde ich in den 6. Jahrgang aufgenommen und bin seitdem dabei. Vorher durchlief ich ein zweistufiges Auswahlverfahren – welches zunächst – dank meiner Tollpatschigkeit – meine persönliche Hölle darstellte. Ich hatte es nämlich damals tatsächlich sage und schreibe dreimal geschafft, meine Bewerbung zu wässern und sie damit neu beginnen zu müssen. 😅 Passiert halt, wenn man immer ein Glas Wasser auf dem Schreibtisch zu stehen hat und unvorsichtig ist – ärgerlich ist es dennoch allemal.

Als diese Odyssee überstanden war, ging meine Bewerbung in die Post – für mich begann nun eine scheinbar endlose Wartezeit. Vorallem, wenn sich der damalige Freund schon zweimal vergeblich beworben hat und einen mental auf eine Absage vorbereitet…

Als dann ca. 2 Monate später ein Brief von grips in meinem Briefkasten lag, konnte ich es kaum erwarten, ihn zu öffnen. Nach dem Öffnen folgte der Schreikrampf: Es war eine Einladung zum Auswahlgespräch nach Hamburg! Ich hatte es also – wider Erwarten – in die 2. Runde geschafft.

Wacklig und mit zitternden Knien fuhr ich also zum Auswahlgespräch. Extrem aufgeregt betrat ich das Stiftungsgebäude und überlegte kurz, umzudrehen und wegzurennen – doch dank des netten Teams, das am Empfang stand, beruhigte ich mich und blieb.

Als ich dann ins Gespräch kam, erwarteten mich zwei Juroren, die meine Aufregung deutlich spürten. Doch der eine Juror war selbst ein ehemaliger grips-Stipendiat, konnte meine Aufregung sehr gut nachvollziehen und redete mir gut zu. 😄 Als mich seine Jurykollegin auf meine Behinderung ansprach und sich herausstellte, dass sie sich damit echt gut auskannte, war das Eis irgendwie endgültig gebrochen. Ich fühlte mich von Minute zu Minute sicherer und wohler im Gespräch und ging mit einem guten Gefühl. Doch mit einer Zusage rechnete ich dennoch in keiner Sekunde.

Ich täuschte mich. 3 Wochen später hielt ich einen Brief in der Hand: Es war die Zusage. Perplex, wie ich war, gingen erstmal Nachrichten an alle meine Kontakte. Richtig geglaubt hatte ich es aber nicht. Ich dachte zunächst, da springt gleich Guido Cantz aus irgendeiner Ecke und begrüßt mich bei „Verstehen Sie Spaß?“. Doch das geschah nicht. Es war wahr.

Geschnallt habe ich es dann ca. 2 Monate später beim Kennenlernseminar. Es baumelte ein Schild um meinen Hals, das mich als Stipendiatin kennzeichnete. Ich starrte es zu Anfang nur an. Doch nicht nur mir schien es so zu gehen: Auch meine 54 Mitstipendiaten aus dem damals neuen Jahrgang schienen es noch nicht wirklich glauben zu können – denke ich jedenfalls. 😄

Das Wochenende verging wie im Flug. Wir lernten uns, das Team und grips gewinnt genauer kennen und hatten echt viel Spaß bei den Kennenlernspielen. 😄 Ich wusste nach dem Seminar, dass ich dort meine zweite Familie finden würde. Die grips-Family. Dort wird man so akzeptiert und geschätzt, wie man ist. Keiner fühlt sich fehl am Platz. Das ist besonders, denn nicht überall kann man das erwarten. Ich habe Freunde gefunden, wie den Ingoporter, die mich aushalten und schätzen, was ich immer noch unglaublich toll finde. ❤

Nun ist meine Bewerbung fast 2 Jahre her. Es fühlt sich unglaublich an, was sich in dieser Zeit bei mir dank grips bewegt hat: Ich bin durch ein Filmseminar bei DieWeltrettung.org gelandet, habe meine Rhetorik und meinen Gesang verbessern können, habe manche neue Talente entdeckt (u.a. das Singen und Fotografieren), bin auf der Facebook-Seite auf Beiträge gestoßen, die mich zur TalentAkademie 2017 und dem Deutschen Multimediapreis mb21 gebracht haben, und, und, und…ich weiß nicht, wie das ohne grips gelaufen wäre.

Zudem kann ich mir dank der monatlichen Förderung viele Bücher und (Fach-)Zeitschriften sowie Workshops, Ausbildungen und Konzert-/Musicalbesuche leisten, was mir vorher nicht möglich war, da meine Eltern nicht allzu viel Geld verdienen. Ich kann mich frei nach meinen Interessen weiterbilden. 🙂

Zu guter Letzt kommt noch die persönliche Beratung, die ich in letzter Zeit recht häufig in Anspruch nahm. Man hat einen persönlichen Ansprechpartner, der einen unterstützt und berät, wenn es um Bildungs- und Lebensfragen geht. Gerne werden sowohl launige, traurige, miesepetrige und positive E-Mail-Romane aufgenommen und beantwortet. 😄

An dieser Stelle möchte ich mich bei meinem Ansprechpartner für sein offenes Ohr, seine aufbauenden Worte, das Mitfiebern 😉 und seine Tipps bedanken, die mir oft weiterhelfen. Gleichzeitig möchte ich mich für’s „Ohr abkauen“ entschuldigen, weil er mir im Nachhinein oft leid tut, wenn ich abends um 17:00 Uhr noch eine Telefonsprechstunde in Anspruch nehme und einfach nicht mit dem Reden fertig werde. Sorry. 😂😅

Alles in allem, ist grips ein wunderbares Programm mit einem großen Netzwerk und tollen Fördermöglichkeiten. Wenn ihr Abitur machen wollt, in Hamburg, Schleswig-Holstein, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg oder Sachsen-Anhalt wohnt, engagiert seid, aber Hindernisse zu überwinden habt und nächstes Schuljahr mindestens die 10. Klasse besucht – bewerbt euch. Ich kann es nur empfehlen und es euch ans Herz legen. Vielleicht laufen wir uns ja irgendwann mal bei einer grips-Veranstaltung über den Weg? 😉

Alle Infos findet ihr hier: http://www.grips-stipendium.de/

Viel Glück! Wheelie

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Wheelie’s Jahresrückblick 2017

Wheelie’s Jahresrückblick 2017

Meine Lieben, wie letztes Jahr versuche ich nun, mein Jahr etwas zusammenzufassen. Viel Spaß beim Lesen!

Beginnen wir mit dem Januar. Viel passierte nicht, außer, dass ich am Ende des Monats die Blogparade „Sprengt die Vorurteile!“ ins Leben rief, die mehr oder minder Teilnehmer hatte. Aber eins kann ich euch sagen: Das war nicht die letzte Blogparade. 🙂

Im Februar bekam ich die 300. Gefällt-mir-Angabe auf Facebook, knackte die 100 Follower-Marke auf WordPress und erreichte auf dem Zeugnis einen Durchschnitt von 1,66 im 1. Halbjahr der 9. Klasse. Yeah! 😊🎉

Mit einem auseinanderfallenden Rollstuhl begann der März. Ärgerlich, dafür gab es aber am Ende des Monats auch etwas zum Feiern, denn ich durfte offiziell bekannt geben, dass ich als Speakerin auf der TINCON Berlin 2017 reden darf. Außerdem war ich auf einem Filmseminar, das noch einige Sachen ins Rollen brachte. Dazu aber gleich mehr.

Im April zeigte ich mit dem Text „Warum?“ mal wieder etwas aus meinem Seelenleben und setzte ein klares Zeichen: Man sollte an sich selbst glauben. Zudem führten die Blogspione ein Interview mit mir.

Dann hatte ich im Mai ich etwas mit mir selbst zu kämpfen: Gerade als ich dachte, ich hätte die Sache mit der Lieblingsärztin überwunden (siehe „Die Meinung der Anderen“), holte mich das Ganze plötzlich und völlig unerwartet wieder ein. Daraus resultierte der Artikel „Kopflos“.

Im Juni war es dann endlich so weit: Ich durfte mit dem OP-Tisch-Pilot einen Talk auf der TINCON Berlin 2017 halten und sah meinen Kumpel Ingolf a.k.a. Ingoporter (der mich seit November als Redakteur von justdisabled und 2. Administrator der Facebook-Seite unterstützt) nach 3 Monaten wieder. Einen ausführlichen Bericht findet ihr hier. 🙂

Eines der tollsten Dinge in diesem Jahr begann im Juli – jedoch ohne zu ahnen, was da passieren würde: Ich reichte justdisabled beim Deutschen Multimediapreis mb21 ein. (Mehr dazu kommt gleich.) Dann hatte ich noch einen kleinen Check-Up bei der Lieblingsärztin – mit dem Resultat: Alles okay. 😊

Einen Teil des August verbrachte ich bei der TalentAkademie 2017, bei der ich mich zwei Wochen lang in einem Projekt meinem liebsten Thema widmen durfte: Medizin! Ich lernte viel dazu, spielte mit einer Band und durfte mit vielen tollen Menschen eine der besten Zeiten meines bisherigen Lebens verbringen! ❤

Ebenfalls im August übte ich mich während eines Workshops im Gesang, war beim Drehbuchseminar für das Filmprojekt DieWeltrettung.org, übte dort – unter anderem – schauspielern, positionierte mich auf justdisabled gegen Vorurteile und verfasste wieder ein Gedicht.

Im September bereitete ich mich auf den bevorstehenden Dreh von DieWeltrettung.org vor und war schon extrem gespannt.

Dann erreichte mich plötzlich eine Knallernachricht, mit der ich nie gerechnet hatte: Ich wurde für den Deutschen Multimediapreis nominiert und bekam eine Einladung zur Preisverleihung nach Dresden, was ich im ersten Moment gar nicht richtig glauben konnte, wie ihr hier nachlesen könnt. 8 Tage nach der Nachricht, immer noch leicht benebelt von Glückshormonen, machte ich mich zunächst für einen kleinen Auftritt nach Hamburg auf und reiste dann weiter ans Filmset mit der Mission: Weltrettung.

Im Oktober gönnte ich mir eine kleine Blogauszeit und drehte den Kurzfilm rund um die Weltrettung. Dabei durfte ich singen und schauspielern und lernte wieder einmal tolle Menschen kennen. 😊❤ Das war eine wunderbare Erfahrung, die ich ohne das Filmseminar im März nie gemacht hätte.

Dort fragte mich nämlich einer der Referenten, der Regisseur Patrick Merz, ob ich Lust hätte, bei Filmprojekten mitzumachen. Da ließ ich mich nicht zweimal fragen, zudem ich während des Seminars vom Filme drehen sehr angetan war. Als er mir dann Anfang Juni den Link zur Anmeldung für DieWeltrettung.org schickte, dachte ich nicht lange nach und meldete mich an. Tja, so bin ich beim Film gelandet – und ich hoffe, dass noch ein paar Projekte folgen! Ich halt‘ euch auf jeden Fall auf dem Laufenden – als nächstes berichte ich, sobald der Premierentermin feststeht! Zum Verkürzen der Zeit biete ich den Link zum Trailer und den Link zum Making Of! 🙂

Außerdem war ich im Oktober auf sowas wie einem Kurztrip mit meinem besten Freund in Hamburg, wo wir uns unter anderem eine der letzten Vorstellungen von „Hinterm Horizont“ ansahen. Doch es gab nicht immer nur gute Sachen im Oktober: Dreimal saß ich aufgrund der Stürme und der Zugausfälle in Hamburg und Umgebung fest. Gehört aber bei Reisen im Herbst anscheinend dazu.

Im November war es dann soweit: Mit dem Ingoporter und meiner Mutter fuhr ich nach Dresden zum Medienfestival zur Preisverleihung des 19. Deutschen Multimediapreises und belegte mit justdisabled den unglaublichen 1. Platz. (Mehr zu dem Ganzen könnt ihr hier nachlesen.) 🙂 Zwei Wochen später nahmen der Ingoporter und ich am #gripsgram-Medienseminar (meinen Kurzbericht findet ihr hier) von grips gewinnt teil, wo er auch unter die Blogger ging.

Und zu guter Letzt knackte ich im Dezember die 400 Follower-Marke auf Twitter und feierte den 2. Bloggeburtstag!

Ihr Lieben, ich danke euch für eure Treue in diesem Jahr! Danke für’s Mitlesen, Mitfiebern und Mitfreuen! Ihr seid die besten Leser, die man sich wünschen kann! 😘❤

Einen guten Rutsch ins neue Jahr wünsche ich euch!

Eure Wheelie

2 Jahre justdisabled!

Heute feiert justdisabled den 2. Geburtstag! Die Zeit verging verdammt schnell, für mich ist es noch immer surreal, dass mein Baby so große Schritte gemacht hat, die ich mir nie erträumt hatte.

Daher möchte ich mich bedanken.

Danke an euch, liebe Leser, dass ihr am Ball bleibt und mich nicht genervt verlasst, dass ihr meine Motivation jedes Mal auf’s Neue nach oben treibt!

Danke für 331 Gefällt-mir-Angaben auf Facebook, 405 Twitter-Folglinge, 64 Instagram-Abonnenten, 110 WordPress-Follower und 2 E-Mail-Follower!

Danke für 18.838 Aufrufe von 7.749 Besuchern!

Danke für die Unterstützung an grips gewinnt! Ich weiß, dass diese Erwähnung eventuell etwas überrascht, aber ohne diese Unterstützung wäre ich z.B. nie zum Deutschen Multimediapreis mb21 gekommen! Danke für manches bestärkende Feedback zu meinem Geschreibsel hier. Danke für die Chance, beim Medienseminar meine Fähigkeiten auszubauen. Danke, danke, danke! 🙂

Danke an den Ingoporter, der mir mit Rat, Tat und Motivation zur Seite steht und der mir seit November als Redakteur vom Blog und 2. Administrator auf Facebook unter die Arme greift, wenn mir die Technik (oder Zeit) einen Strich durch die Rechnung zu machen droht. Danke für deine Freundschaft. ❤

Danke an das Team der TINCON, dass ich die Chance bekommen habe, bei euch ein bisschen auf der Bühne zu talken! 🙂

Danke für alles! ❤ Auf die nächsten paar Jahre!

Liebe Grüße und bis bald!

Wheelie

1. Platz beim Deutschen Multimediapreis mb21!

1. Platz beim Deutschen Multimediapreis mb21!

Einige von euch haben bestimmt schon meinen Freudentaumel vor knapp einem Monat auf den Social-Media-Kanälen mitbekommen. Nun verkünde ich es auch hier: Ich habe mit justdisabled den 1. Platz meiner Alterskategorie beim Deutschen Multimediapreis mb21 belegt.

Niemals hätte ich damit gerechnet. Nicht mit diesem Ergebnis. Vorallem nicht, nachdem ich einschätzen konnte, wer in meiner Kategorie nominiert ist.

Ich hatte im Vorfeld knapp zwei Tage Zeit, mir einen Eindruck zu verschaffen. Dafür reiste ich am 10. November nach Dresden, um zuerst an dem toll organisierten Internen Abend im Rahmen des Medienfestivals, welches in den Technischen Sammlungen Dresden stattfand, teilzunehmen. Die Nominierten stellten dort ihre Projekte vor und konnten sich im Anschluss etwas kennenlernen. Außerdem stellten die Preisträger der Partnerfestivals aus Österreich, Ungarn und der Schweiz ebenfalls ihre Projekte vor.

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Nach dem Abend sah ich dann die beiden wunderbaren Projekte in meiner Alterskategorie, Display Me und freundetreffen, eindeutig vor mir. Mit Abstand.

Display Me packte mich direkt. Als Josua und Ludwig ihren Prototyp – einen Milchkarton mit Handyhalterung – und das derzeitige Modell, welches mich sehr an eine Schweißermaske erinnerte, zeigten, wuchs meine Neugierde. Zudem ist die Funktionsweise sehr beeindruckend: Die Kamera des Handys wird so an die Halterung angebracht, dass die Linse zum Gesicht des Trägers der Maske zeigt. Das Display des Handys zeigt nach außen, was derjenige für ein Gesicht zieht, der/die Träger*in wiederum sieht es nicht und weiß auch nicht, wer ihn/sie sieht. Natürlich musste ich es in der Pause des Abends sofort testen – leider existiert kein Bild davon – und was soll ich sagen: Verdammt cool! 😀

Auch freundetreffen beeindruckte mich sehr. Ein kleiner, feiner YouTube-Kanal. Sehr übersichtlich und die Videos sind wirklich gut gemacht. Da ich aber jetzt nicht spoilern will (und merke, dass ich kurz davor bin), verweise ich auf den Link. 😉

Ich rechnete also nach dem Internen Abend fest mit dem 3. Platz für justdisabled. Dennoch hibbelte ich am Tag der Preisverleihung wie verrückt herum, aufgeregt ist man ja trotzdem.

Also rollte ich, mit dem Ingoporter als Begleitung im Schlepptau, immer wieder quer durch Medienfestival – von Stunde zu Stunde aufgeregter – drehte, teilweise merkwürdige, Live-Videos auf Facebook, schrieb lauter WhatsApp-Nachrichten mit den Links zu den Livestreams, ließ mich von der wunderschönen Fahrstuhlmusik – passend zum Jahresthema „BIG DADA“ – berieseln oder schwirrte in der mb21-Lounge herum.

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Bis ich dann meinen Auftritt im Speaker’s Corner hatte. Im Speaker’s Corner konnten die Nominierten ihre Projekte vorstellen. Ich war die Erste, die diese Ehre hatte und versuchte, ein kleines Publikum zu unterhalten. 🙂

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Kurz nach dem Speaker’s Corner sah ich dann das Team von Smart Mirror wieder, ebenfalls nominiert, jedoch in einer anderen Alterskategorie. Ich lernte ihr Projekt während der TINCON kennen und war begeistert von der Visualisierung des Vorhandenseins von Mikroplastik in unserem Alltag: Der Smart Mirror reagiert auf Bewegungen und zeigt dem Interagierenden Fakten zum Mikroplastikproblem. Definitiv ein cooles Mittel, um auf ein solch wichtiges Thema aufmerksam zu machen! 🙂

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Gelegentlich abgelenkt durch Testen und Bestaunen der ganzen Projekte verging die Zeit wie im Flug – na ja, wenn man davon absieht, dass ich trotzdem alle 30 Minuten auf die Uhr schaute – und dann stand sie plötzlich vor der Tür: Die Preisverleihung begann!

Was soll ich sagen…ich war sehr aufgeregt. So aufgeregt, dass ich am ganzen Körper zitterte, meine Kamera beinahe fallen ließ und mir der Ingoporter schlussendlich den „Knipsefix“ abnahm.

Jede einzelne Minute fühlte sich wie eine Stunde an. Mit jeder Kategorie, mit jedem vergebenen Preis, stieg meine Aufregung mehr und mehr an. Bis meine Alterskategorie dran war.

Mein Herz schlug bis zum Hals, mein Puls raste. Dann kam die Verkündung des 3. Platzes: freundetreffen. Da wusste ich: Es entscheidet sich zwischen Display Me und justdisabled. (Vor lauter Aufregung kugelte ich dem Ingoporter fast die Schulter aus, übrigens…)

Ich wollte mich, als der 2. Platz verkündet wurde, schon bereit machen, meinen Platz zu verlassen, da hörte den Namen des zweitplatzierten Projektes: Display Me.

Mein erster Gedanke? Eindeutig „WTF?“ Klar denken? War gerade nicht. Ich wusste nicht wirklich, was da um mich gerade geschah. Ich war wie in einer Nebelwand gefangen, es rauschte irgendwie alles an mir vorbei, ich war nur noch am hyperüberglücklichen AUSFLIPPEN. Der Ingoporter versuchte, mich irgendwie zu beruhigen, vielleicht bin ich noch gar nicht dran, vielleicht bin ich in einer Sonderkategorie, ich sollte mich etwas beruhigen. Er dachte wohl, ich würde zu hyperventilieren beginnen und ohnmächtig werden (Was auch teilweise stimmte, denn vor lauter Aufregung vergaß ich gelegentlich, zu atmen.), hielt aber immer noch mit seiner Handy-Kamera drauf, um alles in sein Instagram-Live-Video zu bekommen.

Dann wurde justdisabled aufgerufen, der 1. Platz! „Oh…shit…was geht hier verdammt nochmal ab?!“, schrie alles in mir. Ich sammelte mich, versuchte es zumindest. Die Laudatio der Jury lief (ihr findet sie übrigens auch hier) und wieder rauschte alles an mir vorbei, als würde ich einem ICE bei der Einfahrt in den Bahnhof zuschauen. Ich wurde von dem Moderator, Marcus Richter, interviewt, bekam dann von Kathrin Neumann vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend meine Urkunde, verließ die Bühne, umarmte den Ingoporter, bekam den ersten Glückwunsch via WhatsApp (der Ingoporter hatte geplaudert 😉) – und fühlte mich wie weggetreten.

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Ich konnte es nicht fassen. Es war so verdammt surreal – und das ist es irgendwie noch immer.

Nach der Preisverleihung wurde ein Gruppenbild aller Preisträger gemacht und danach machten das Team von Smart Mirror, der Ingoporter und ich noch ein Gruppenbild – sowas wie ein Bild der TINCON Berlin 2017-Delegation. 😉

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Dann ging es weiter mit dem Essen und schlussendlich der Rückkehr in die Cityherberge, wo der Ingoporter und ich erstmal (nicht ganz jugendfreie) englische und spanische Songtexte übersetzten, um etwas ruhiger zu werden. Und nein, irgendwie war das dazugehörige Kopfkino nicht mehr so toll, wie man vorher dachte…(„Ach, eigentlich klingt das Lied doch total cool!“ *übersetzt* „Waaahh, nein!!!“) 😅

Am Tag der Abreise war dieses wohlige Gefühl von der Preisverleihung noch immer da – es war nur komisch, manchmal als Preisträgerin angesprochen zu werden…😅

Der Ingoporter und ich testeten beim Medienfestival nochmal alles aus, u.a. das Spiel „Game In Flame“, welchem ich mich in einem separaten Beitrag nochmal widmen werde – und dann hieß es bald: Abschied nehmen.

Der Schmerz zwischen dem Ingoporter und mir war nicht allzu groß, schließlich wussten wir, dass wir uns beim #gripsgram-Medienseminar 12 Tage später (Beitrag dazu folgt bald) wieder sehen würden. Jedoch fiel mir der Abschied von Dresden und dem Medienfestival sehr schwer, da die zwei Tage dort mit die schönsten Momente des Jahres für mich bereithielten.

Doch wie heißt es immer so schön? Man sieht sich immer zweimal im Leben – und mich wird man, wenn es zeitlich passt, 2018 als Besucherin auf dem Medienfestival wieder sehen! ☺

Wheelie

Kleiner Bericht vom Medienseminar 2017 – #gripsgram

Kleiner Bericht vom Medienseminar 2017 – #gripsgram

Wenn sich eine Bloggerin auf einem Medienseminar mit dem Thema „Instagram und Blogs“ befindet…

Bis morgen schwirre ich noch beim Medienseminar von grips gewinnt herum. Vieles konnte ich schon dazu lernen, z.B. wie man WIRKLICH gute Fotos macht, was man auch im Header erkennen kann.

Neben mir erstellt gerade mein lieber Freund, Sklave und Mitstipendiat (Das mit dem Sklaven war NICHT MEINE IDEE – der Ideengeber sitzt neben mir…) Ingolf a.k.a. Ingoporter seinen Blog (der noch auf privat eingestellt ist – coming soon!) und schreibt seine Vorstellung. Ich wiederum sitze an meinem Laptop und tippe diesen kleinen „Live“-Beitrag. 😀

Sogar einen kleinen, eigenen Seminarhashtag haben wir schon: #gripsgram.

Nun widme ich mich wieder voll und ganz meiner Aufgabe als Teilnehmer – ich bastele weiter an justdisabled herum.

Einen ausführlichen Beitrag gibt es später. 🙂

Bis bald! Wheelie

Nominiert beim Deutschen Multimediapreis mb21!

Nominiert beim Deutschen Multimediapreis mb21!

Nachdem ich es gestern schon auf den Social-Media-Kanälen bekannt gemacht habe, wird es nun auch hier verkündet: Ich bin mit justdisabled beim Deutschen Multimediapreis mb21 nominiert!

So wirklich realisiert habe ich immer noch nicht wirklich, dass das alles kein schöner Traum ist, sondern real…:-D Aber gestern war es noch surrealer…

Ich saß im Auto, auf dem Rückweg von der Anprobe meiner neuen Orthesen, sang aus vollem Halse die Songs aus dem Radio mit, während meine Eltern das Radio immer lauter drehten, um mein Gequake zu übertönen. Nebenbei schaute ich immer mal wieder auf mein Smartphone und las, was auf Twitter gerade so los war. Dabei fiel mir ein, dass ich vielleicht nochmal in mein E-Mail-Postfach schauen müsste, das ich seit einem Tag nicht mehr aktualisiert hatte. Schließlich musste ich die ganzen Benachrichtigungs-Mails von Twitter wieder herauslöschen.

Gesagt, getan. Ich öffnete die E-Mail-App, sah lauter Twitter-Mails aufploppen und scrollte mich am Ende einmal durch. Dabei stach eine E-Mail heraus: Es war eine mir unbekannte Adresse, von der diese Mail geschickt wurde. Sie passte nicht ins Bild…und plötzlich stach mir der Betreff ins Auge: „Deutscher Multimediapreis mb21“.

Sie war da. Die Antwort war da!

Rückblick:

Es war der 1. Juli. Eigentlich ein recht schöner Tag, die Sonne schien und ich konnte ausschlafen. Noch drei Wochen bis zu den Ferien. Sommerferien…allein der Gedanke löste in mir Freude aus, denn ich wurde bei einer Akademie angenommen, die zwei Wochen der sonst so öden Ferienzeit ausfüllen sollte. Doch auch dieser schöne Gedanke änderte nichts daran, dass mir schrecklich LANGWEILIG war. Ich scrollte mich durch Twitter und durch Facebook. Als ich die FB-Timeline durchforstete, stieß ich auf einen Post der FB-Seite meines Stipendiums. Es wurde auf den Deutschen Multimediapreis mb21 aufmerksam gemacht und dass man sein Projekt noch einreichen könne. Der dazugehörige Link wurde ab diesem Zeitpunkt zu meiner Tagesbeschäftigung. Erst las ich mich interessiert quer durch die Website, dann saß ich an meiner Einreichung. Es war eigentlich eine Aktion für mich, um meine Langeweile abzubauen, denn so hatte ich etwas zu tun. Außerdem konnte das Ganze ja nicht schaden. Zufrieden schloss ich dann nach 2 Stunden Website-Glotzen und dem Eintippen der notwendigen Infos meine Einreichung ab und verschickte sie. Und in den darauffolgenden Wochen wartete ich auf eine Antwort.

Nun saß ich da, zwei Monate und 20 Tage später, in meinem Autositz und überlegte, ob ich die E-Mail wirklich öffnen sollte, doch meine Neugier siegte. Ich klickte auf die Mail, las die einleitenden Sätze, die Danksagung für meine Teilnahme…und dann drehten meine Synapsenverknüpfungen völlig frei, denn die darauffolgenden paar Worte überforderten meine Festplatte im Kopf…

„…und freuen uns, Dir mitteilen zu können, dass dein Projekt „justdisabled“ von der Jury für einen Preis nominiert wurde.“

WTF?! Absoluter Blackout. „Ich bin nominiert…“, sagte ich mit zitternder Stimme, „ICH BIN BEIM DEUTSCHEN MULTIMEDIAPREIS NOMINIERT!“ „Deutschen Multi…was?“, drang es von vorne an meine Ohren. Meine Eltern hatten längst wieder vergessen, dass ich dort etwas einreichte. Nach einer kleinen Erläuterung klingelte es aber wieder. 🙂

Sofort wurden Twitter und Facebook aktiviert und Posts geschrieben. Ich kniff mich währenddessen immer wieder selbst, um mich von meinem Bewusstsein überzeugen zu können.

Ich war wach. Als ich heute Morgen aufstand, schaute ich nochmal in meine E-Mails, um sicher sein zu können, dass es kein Traum war. Es ist wahr: Ich bin beim Deutschen Multimediapreis nominiert, werde vom 10.-12. November in Dresden beim Medienfestival und bei der Preisverleihung sein – und kann mein Glück kaum in Worte fassen. 🙂

Wheelie