Vor knapp 2 Wochen war es endlich soweit: Die TINCON (Abkürzung für TeenageINternetwork CONvention) Berlin stand vor der Tür! Das Ereignis, auf das ich seit 3 Monaten hibbelig wartete und welches mich auch etwas mit einer Mischung aus Angst, Vorfreude und leichter Panik erfüllte. Der Talk mit Marlon a.k.a. OP-Tisch-Pilot stand bevor.

 

Als ich losfuhr, ging es mir blendend. Es nieselte zwar und ich hatte mich drei Tage zuvor beim Schwimmen leicht am Fuß verletzt, das war mir jedoch herzlich egal. Die Aufregung hielt sich auch in Grenzen. Sehr gespannt darauf, Marlon, mit dem ich schon seit letztem Jahr regelmäßig via Facebook chatte, endlich im „real life“ kennenzulernen und meinen guten Kumpel Ingolf a.k.a. Ingoporter, der auch Speaker war, nach 3 Monaten reinem Telefonkontaktes wiederzusehen, wollte ich nach meiner Ankunft schnellstmöglich bei der TINCON sein.

In Berlin angekommen, holte mich dann auch bald mein Begrüßungskomitee-Trio, welches Marlon zusammentrommelte und führte, aus dem Hotel ab und brachte mich zum Kraftwerk, dem diesjährigen TINCON-Veranstaltungsort. (Wir versuchten uns auf dem Weg übrigens an einer Rolli-Polonaise, geklappt hat es aber nicht so wirklich. :D)

Dort angekommen, war mein erster Eindruck irgendwie düster. Aber nicht im negativen Sinne: Es war sehr dunkel im Kraftwerk, pinke und violette Beleuchtung erhellte es – neben den Stage-Scheinwerfern. Kurzum: Es hatte ein bisschen was von Weltuntergang und bevorstehender Club-Party, in einer guten Mischung.

Damit aber nicht genug: Vor der einen Treppe stand als Absperrung ein Winke-Grumpy-Cat-Pappaufsteller. An der Winke-Grumpy kam man im Übrigen irgendwie nicht vorbei: Sie war in den Talk-Intros, auf Plakaten, Postern, Pappaufstellern und auch als Begrüßung winkend an der Info. Das war aber nicht besonders verwunderlich – schließlich ist sie das TINCON-Maskottchen. Und ich habe seit dem Wochenende einen Grumpy-Cat-Fimmel. 😀

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Etwas verschwommen – die Grumpy hat mir gerade zugewunken. 😀
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Invasion der Winke-Grumpys.

Nach der „Begutachtung“ der Location, fiel mir auf, dass am ersten Tag nicht viel los war. Kann aber auch daran liegen, dass ich erst relativ spät aufgeschlagen bin. Nachdem Marlon und ich etwas am Talk feilten, schaute ich mir noch den Liveauftritt von Sookee an, der für mich zu den absoluten Highlights der TINCON gehört! Hört einfach mal selber in ihre Musik rein, wirklich super!

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Sookie in Aktion!

An Tag 2 fand ich mich bereits um 8:30 Uhr im Kraftwerk ein – nach 6 Stunden Schlaf, langsam, aber sicher, wirklich aufgeregt, wegen dem bevorstehenden Talk und mit meiner neuen Kamera im Schlepptau. Um mich etwas zu beruhigen, knipste ich einige Fotos (von denen auch einige hier eingefügt sind) und ließ mich wenig später etwas von den Eindrücken „berieseln“, fuhr mit meiner inneren Unruhe immer wieder von drinnen nach draußen (und umgekehrt) oder verzog mich in den Speaker-Bereich, um mich mit Kaffee weiter aufzuputschen. (Etwas dumm von mir, ich weiß…:D)

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Unterschriftenwand – auch ich habe mich da irgendwo verewigt…

Während ich meinen Koffeinspiegel im Blut nach oben trieb, traf ich auch Ingolf wieder, der es am Tag zuvor nicht mehr zur TINCON schaffte. Ich sah ihn zunächst nicht (was wohl an der sparsamen Beleuchtung lag), er erkannte mich zuerst aber auch nicht (was an der Beleuchtung UND meinem neuen Haarschnitt gelegen haben könnte). Kurz darauf setzte er sich zu mir (und meinem Kaffeebecher), feilte noch etwas an seinem Talk und der dazugehörigen Präsentation und kämpfte ein wenig mit seiner aufkommenden Nervosität, da sein großer Auftritt nicht mal mehr eine Stunde hin war. Er hat es aber trotz seiner Aufregung super gemeistert! Denn wenig später rockte er die Bühne mit „Jugend an die Macht!“. 🙂

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Ingolf brachte dem Publikum mit vollem Elan durch einen super Vortrag das Thema Jugendpolitik näher.

 

Für Marlon und mich hieß es danach aber, dass wir uns mit dem Feinschliff unserer Präsi ranhalten mussten – viel Zeit hatten wir nach unserem Abstecher bei Ingolfs Auftritt nicht mehr. Trotzdem arbeiteten wir (oder eher Marlon, in Präsentations-Bearbeitung bzw. -Erstellung bin ich völlig unbegabt :D) mit absoluter Ruhe und nahmen zwei Matratzen im Speaker-Bereich in Beschlag. Zum Schluss war Schauspiel-Coachin Inga bei uns, die uns ein Crash-Coaching für Bühnenauftritte gegeben hat (Danke dafür! :)) und die Zeit verflog anscheinend ziemlich. Denn plötzlich wurden wir aufgescheucht: Der Talk sollte in 6 Minuten beginnen!

Tiefenentspannt begab ich mich dann also zum Aufzug – um darin in leichte Hyperventilation zu verfallen. Die Aufregung ließ mit voller Wucht grüßen. Auf dem Weg zur Bühne hyperventilierte ich zwar nicht mehr, aber mein Herzschlag ging durch die Decke. Meine Versagensängste begrüßten mich, ich dachte kurz, ich würde es nicht packen und wäre am liebsten davongerannt. Ich weiß nicht, wie es Marlon ging, er schien aber auch ziemlich aufgeregt gewesen zu sein.

Auf der Bühne lief aber letztendlich alles glatt! (Außer, dass der Fernseher vor uns, der die Präsi zeigen sollte, nicht so recht funktionieren wollte und wir uns immer mehr oder minder auffällig zur Leinwand drehen mussten….but shit happens! :))

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Marlon und ich auf der U21-Stage! Foto: Alice Plati/TINCON

Mir fielen 50.000 Steine vom Herzen, als es vorbei war, doch irgendeine komische Stimme in mir wollte unbedingt nochmal…na ja, vielleicht nächstes Jahr. 😉

Ich konnte die TINCON nach dem Talk voll erleben, lernte u.a. Raúl Krauthausen und Ralph Caspers kennen (zwei meiner Vorbilder!) und war völlig geflasht von dem Ganzen! Und zum krönenden Abschluss am Sonntag wurde ich Zeugin von einem der absolut besten Talks der ganzen Veranstaltung: Die 11-jährige Lilith begeisterte gemeinsam mit Raúl Krauthausen auf der U21-Stage das Publikum (habe leider kein Foto, aber den super Talk findet ihr hier). Da konnten sich manch andere Speaker eine Scheibe von abschneiden!

Alles in allem war es super auf der TINCON! Interessante Talks, Workshops und Games waren wie Magneten und zogen an. Ich kann nur empfehlen, nächstes Jahr mal dort vorbeizuschauen – ich werde definitiv wiederkommen, egal ob als Speaker oder Besucher. 🙂

Wheelie

P.S.: Wenn ihr euch mal anschauen wollt, was Marlon und ich da auf der Bühne erzählten, erfahrt ihr bald hier, wo ihr es finden könnt. 🙂

Copyright-Hinweis zum Schluss: Die Fotos sind alle – sofern nicht anders angegeben – von mir selbst geschossen worden. Falls (ich betone: falls) jemand diese Fotos verwenden möchte, bitte ich um den kleinen Hinweis: „Foto: justdisabled/privat“ und vorherige Kontaktaufnahme. Danke. 🙂

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Ein Gedanke zu “Wheelie goes TINCON 2017 – so war’s!

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