Da mein linkes Bein seit einiger Zeit spinnt, folgte ich heute der „Einladung“ ins Ganglabor. Yippie…irgendwie nicht. Der Tag ging für mich und meine Eltern ziemlich stressig los. Um 3:30 Uhr aufstehen, um 4:15 Uhr losfahren. Klar, ich sollte ja auch schon um 8:30 Uhr in Hamburg für die Anmeldung der Ganganalyse angetreten sein. Aber für einen Morgenmuffel – wie mich – ist es trotz der Notwendigkeit die reinste Folter. Doch, was soll’s? Wat mutt, dat mutt! 🙂

Also, um 4:15 Uhr ab ins Auto und schon ging es los. Die Strecke war zunächst relativ frei – und doch steckten wir auf der Autobahn kurz vor Lübeck eine halbe Stunde im Stau. Vor uns stand so eine Flitzpiepe, die unfähig war, eine Rettungsgasse zu bilden. Da konnte ich mich schön aufregen! Tat verdammt gut. 😀

Als wir dann um 8:30 Uhr den Parkplatz des Krankenhauses enterten, war unser Ankommen ja wirklich „knapp vor Hosenknopf“. Hat aber niemanden gestört – wir mussten eh noch eine halbe Stunde im Foyer rumhocken, bis ich ins Ganglabor abgeholt wurde. In der Zeit starrte ich meist irgendeinen Punkt an, den ich mir zuvor sorgfältig auswählte. Man merkte, dass ich nichts zu tun hatte. Doch ich habe heute bemerkt, dass das Beobachten von Leuten echt interessant ist. (Ihr denkt bestimmt, dass ich nicht mehr alle Tassen im Schrank habe, oder? Stimmt.)

Die Lieblingsärztin traf ich heute nur kurz, als sie an meinen Eltern und mir vorbeilief und uns kurz begrüßte, bevor sie weiterhuschte. Dadurch konnte ich ihr auch nicht den Vorschlag der Schulsanitäterin, mein linkes Bein auf die „stille Treppe“ zu setzen, unterbreiten. Vielleicht nächstes Mal. 😀

Nachdem ich ins Ganglabor abgeholt wurde, vergingen drei Stunden wie im Fluge. Hier der Ablauf:

Laufen, kleine Korrektur der Orthese links, Anschauen der Nachtlagerungsorthesen, umziehen, Tests machen, die Beine markieren lassen (Schön mit dickem schwarzen Edding.), fotografieren lassen, Beine bekleben lassen (Leuchtmarker…ich sah aus wie ein Marsmännchen!), fotografieren lassen, nochmal Tests, fotografieren lassen, Beine verkabeln lassen (EMG – frag‘ am besten Google!), nochmal ein paar Tests, fotografieren lassen, Start der Ganganalyse (Laufen, laufen, laufen, laufen….), Ende der Analyse, fotografieren lassen, entkabeln und -kleben, umziehen.

Klingt langweilig, oder? Ist es auch. Und anstrengend. Interessant wird es für mich erst, wenn das Gangbild zur Grafik bearbeitet wird und ich es mir anschauen darf. *lechz* Heute saß ich übrigens beim Anschauen der Analyse(n)(Vergleich 2015, Prä-OP, zu 2016, Post-OP wurde auch angeschaut und besprochen. Wahnsinn.) neben einem lebensgroßen Skelett-Modell. Der Kommentar meiner Mutter war: „Sowas brauchst du auch für dein Zimmer!“ Ich: *male mir gedanklich aus, ein Skelett im Zimmer stehen zu haben* „Jaaaa!“ Danach fiel mein Blick wieder aufs Skelett, an dem die Bandscheiben wohl schon stellenweise leicht verschoben waren und grinse. Blick kehrte dann zum Computer zurück. (Staunen und Zuhören) Es wurde mir nach der „Beschau“ gesagt, dass ich noch einige Wochen auf das endgültige Ergebnis warten müsse, bevor man sich verabschiedete und es für mich wieder zum Auto ging. Nach einem Zwischenhalt bei einem Restaurant einer sehr bekannten Fast-Food-Kette, landete ich etwas verschlafen wieder zuhause, da ich die Zeit auf der Autobahn zum Ratzen nutzte. 😀

Und damit geht ein langer Tag und ein langer Blogbeitrag zu Ende! 🙂

Einen schönen Abend wünscht euch eure Wheelie!

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12 Gedanken zu “Auf, auf – ab ins Krankenhaus!

    1. Ja, aber jetzt habe ich noch Schule, dabei bin ich echt erholungsbedürftig…noch diese und nächste Woche – dann sind Ferien und ich kann abschalten! 🙂

      Ich habe gelesen, dass das Terrorkrümelchen schon Ferien hat. Herzlichen Glückwunsch zu dem Durchschnitt von 1,8! 🙂

      LG, Wheelie

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      1. Ach ja, stimmt, in Schleswig- Holstein sind ja noch keine Ferien. Seitdem ich in NRW wohne, habe ich das gar nicht mehr auf dem Schirm. Aber Kopf hoch, du hast es bald geschafft! 🙂
        Wo wohnst du denn? Wenn du an Lübeck vorbei musst, um nach Hamburg zu kommen, wohnst du ja noch weiter oben.
        Danke für die Glückwünsche! 🙂

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