Die Lieblingsärztin

Komisch, was für ein Vertrauen man zu einigen Menschen fassen kann. Menschen, denen man begegnet und entweder sofort vertraut oder auch erst nach einigen Jahren.

Mein Beispiel dazu, ist meine Orthopädin. Ich kenne sie, seit ich zwei bin – fast 13 Jahre. Sie hat mich aufwachsen sehen, kennt mich (fast) so gut wie meine Eltern und ist ein fester Bestandteil meines Lebens geworden. Sie hat mich und meine Eltern bei meinem Weg zum Laufen tatkräftig unterstützt. Auch wenn die Lage manchmal ziemlich verzwickt war und nach vielen Erfolgen andauernd der nächste Niederschlag folgte, fand sie immer wieder einen Weg, um mir zu helfen. Ist ja auch ihr Job. 😀

Sie beeindruckt mich ebenfalls als Person. Nachdem ich das erste Mal in ihrer Sprechstunde war, erklärte ich meinen Eltern entschlossen, dass ich unbedingt Ärztin werden will – genau wie sie. Damals wurde ich noch dafür belächelt – heute arbeite ich hart dafür, meinen Traum irgendwann zu erfüllen. Und genau wie manche Justin Bieber als Vorbild haben, habe ich meine Orthopädin als Vorbild. Manche lachen jetzt bestimmt darüber, es ist aber so.

Doch ich glaube, dass es gut ist, wenn man sich mit seinen Ärzten gut versteht und sie nicht als Feinde im weißen Kittel (oder auch in Zivil) ansieht – vorallem, wenn man mit ihnen häufig zu tun hat. Wenn man sich gegenseitig mag, ist es natürlich noch besser.

Irgendwie witzig und gleichzeitig komisch ist es bei mir, wenn meine Orthopädin alte Geschichten auspackt. Zum Beispiel kann sie sich bis heute noch dran erinnern, dass ich mir mit drei Jahren während der Sprechstunde eine Desinfektionsmittelflasche krallte und die Inhaltsstoffe laut vorlas. Das erzählte sie mir mal selbst, worauf ich etwas verdutzt reagierte. Das sie sich daran immer noch erinnert…

Auf jeden Fall wollte ich erzählen, wie gut man sich nach Jahren verstehen kann. Es braucht nur eine Prise Sympathie – auf beiden Seiten.

Jetzt richte ich noch einige Worte an die hier im Beitrag beschriebene Orthopädin, an die „Lieblingsärztin“:

Wenn Sie diesen Beitrag hier lesen, wollte ich Ihnen schreiben, dass ich alles so meine, wie ich es schreibe. Auch die Überschrift. Bestimmt haben Sie bereits erkannt, wer genau hier schreibt. Auch wenn ich mich hier „Wheelie“ nenne. 😉
Ich möchte mich bei Ihnen bedanken. Für alles. Ich habe Ihnen bereits wegen der OP gedankt, aber das reicht nicht. Sie haben mein Leben beeinflusst und begleiten mich seit über einem Jahrzehnt. Eine ganz schön lange Zeit. Bevor ich hier aber noch sentimental werde, beende ich diesen Beitrag und diese Nachricht. 🙂

Wheelie

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5 Gedanken zu “Die Lieblingsärztin

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