4 Monate im Krankenhaus – Zusammenfassung einer tollen Zeit! (Teil 3)

Am Abend kam noch ein kleines Problem dazu: Die Mecron-Schienen, mit denen meine Beine in Streckung hielten, waren durch ein Wirrwarr beim Anlegen im OP nicht ausgepolstert worden und klemmten mir einen Nerv ab, was aber nicht so wild war. Konnte ja mal passieren.
Die Nacht nach der OP verlief komplikationslos ab. Keine Schmerzen, keine Probleme, alles super. Am Morgen wurde mir wegen meiner Blässe Blut abgenommen, da eine Blutverlustsanämie (Eisenmangel durch Blutverlust) in Verbindung mit einem zu niedrigen Hämoglobin-Wert (Hämoglobin=Blutfarbstoff) im Raum stand. Dies erwies sich – wie erwartet – als absolut richtig. Ich hatte schon die ganze Zeit den Hautfarbton „Kalkwand“, daher ließ sich die Diagnose allein an meinem Anblick stellen – eigentlich. ABER NEIN, die Vampire (so nannte meine Mutter die Ärzte irgendwann) mussten mir ja Blut abzapfen! Ach, na ja, was solls…;-) Auf jeden Fall stand fest, dass der Hb-Wert so heftig im Keller war, dass die „Vampire“ mir eine Bluttransfusion geben wollten – ein Muss war es aber nicht. „Solange es nicht akut wird, will ich keine Bluttransfusion!“, war meine Reaktion auf die Planung, sodass sich meine Mutter ebenfalls dagegen entschied. Statt dem Beutel Blut gabs nun Eisentabletten. Doch besser gings mir nicht. Ich klappte andauernd zusammen und klagte über Schwäche. Meine Werte schwankten andauernd zwischen gut und böse. Einmal lag ich nur 0,1 über’m Wert, der Bluttransfusion bedeutet hätte – das war mehr als Glück! Also schluckte ich weiterhin Eisen wie ein Weltmeister. Doch die üblen Blutwerte waren nicht mein einziges Problem…denn meine Verdauung meinte es auch nicht gut mit mir. Fast 14 Tage ging beim…ja…Abführen gar nichts. Die Ärzte wollten mich schon operieren, da ich nichts mehr essen konnte. Doch meine Mutter bat um 2 Tage mehr Zeit. Sie wusste, dass die Bein-OP in dem Fall nichts gebracht hätte. Und einen Tag später – nur ein paar Tage vor meiner Verlegung auf die Rehastation – funktionierte zum Glück wieder alles. Ich hatte wohl einige Male das bekannte „Glück im Unglück“. Aber es gab auch tolle Tage: Zum Beispiel musste ich Motorschiene fahren, damit meine Knie in der Ruhigstellungsphase nicht einrosten. 70º Beugung durfte ich wenn möglich fahren. Und es geschah etwas, was keiner erwartet hätte: Anstatt erst auf der Reha mit der 70º Beugung zu starten, wie es die Ärzte vermuteten, fuhr ich bereits ca. 1 Woche nach der OP 70º! Für mich war es nahzu eine Sensation. Das blieb aber nicht die Einzige; auf der Reha sollte sich alles für immer verändern…

Der letzte Teil folgt bald! Bleibt gespannt!

Liebe Grüße,
Wheelie

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5 Gedanken zu “4 Monate im Krankenhaus – Zusammenfassung einer tollen Zeit! (Teil 3)

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